Malaysia / Borneo
Die südostasiatische Wahlmonarchie nahm eine recht junge und geografisch ungewöhnliche Entwicklung. Malaysia entstand 1963 aus vier ehemaligen Teilen des Britischen Weltreichs. Das heutige Staatsgebiet knapp über dem Äquator (35 Mio. Einwohner / 330.803 km²) umfasst zwei ungefähr gleichgroße Hälften: Westmalaysia auf der gleichnamigen Halbinsel mit der Hauptstadt Kuala Lumpur und Ostmalaysia im Norden der Insel Borneo. Getrennt zu Wasser und Land durch das Südchinesische Meer. Gemeinsam ist ihnen eine Topografie, die von Sumpf- und Küstenwäldern maritimer Mangroven und Schwemmlandebenen überall deutlich ansteigt und vielgestaltige Höhenzüge ausbildet. Gemeinsam ist ihnen auch eine äußerst artenreiche Fauna und Flora. Das Ergebnis von 130 Millionen Jahren Evolution, nie durch eine Eiszeit gestört. Begünstigt durch das tropische Klima und abwechslungsreiche Landschaftsrelief.
Malaysia beherbergt die wohlmöglich ältesten Urwälder der Erde. Mit seinen Nationalparks und weiteren Schutzgebieten zeigt sich gerade Borneo als verlockendes Naturreiseziel. Nirgendwo leben mehr Schmetterlinge, fällt die Zahl der Orchideen höher aus und wachsen mehr als 50.000 Blütenpflanzen und Baumarten. Die Insel zählt rund 600 Vogelarten, 150 Amphibien und 300 Reptilien. Als einzige bekannte Schlange der Welt kann die Kapuas-Wassertrugnatter wie ein Chamäleon ihre Farbe ändern. Über 250 Säugetierarten wurden nachgewiesen. Darunter eines der scheuesten und kaum erforschten Wildtiere Asiens, der stark bedrohte Malaienbär. Wie viele sich noch in Freiheit befinden, weiß niemand genau. Borneo ist eine natürliche Wunderwelt, zudem auch Heimat indigener Völker, die ihre Wurzeln und tradierten Werte zu bewahren versuchen. Das garantiert insgesamt wirklich spannende Eindrücke und außergewöhnliche Erlebnisse.
Borneo. Malaysias wilder Osten.
Borneo ist schon längst in der Modernität angekommen. Was vor allem für den Nordwestteil der drittgrößten Insel (751.936 km²) weltweit zutrifft. Nach Grönland und Neuguinea. Mehr als doppelt so groß wie Deutschland. Dreigeteilt zwischen Ostmalaysia, dem Sultanat Brunei und Kalimantan (Indonesien).
Die zwei malaysischen Teilstaaten Sarawak und Sabah sind gut strukturiert, organisiert und bieten die nötige Infrastruktur für eine ausgiebige Erkundung. Bis heute hat sich sehr viel Ursprünglichkeit erhalten. International gefördert und gestützt durch ein wachsendes Umweltbewusstsein. So konnten sich ökologische Nischen erhalten, die wie vor Jahrhunderten unverändert daherkommen. Woran die Landschaften gewichtigen Anteil haben. Relativ niedrige Gebirge, einige sumpfige oder zu hohe Gipfel ausgenommen, sanfte Hügel und die größtenteils unzugänglichen Küsten. Nur auf Sabah reckt sich ein stark gegliedertes Bergmassiv zum Himmel, in dem Mount Kinabalu (4.102 m NN) die höchste Erhebung zwischen Himalaya und Neuguinea bildet. Insgesamt Bedingungen, von denen die Regenwälder und ihre für Borneo typische Tier- und Pflanzenwelt deutlich profitierten.
Einst war Malaysia fast völlig von Tropenwäldern bedeckt. Torfmoorwälder, Tieflandwälder, Bergwälder, Wolken- und Nebelwälder. Der Waldbestand schrumpfte mittlerweile zur Hälfte. Die Hälfte davon gehört zu Sarawak. Gründe der Degradierung? Bevölkerungszunahme, der Brandrodungsfeldbau, Bodenübernutzung und (illegale) Abholzung (Teakbäume). Dennoch, Borneo besitzt immer noch den drittgrößten zusammenhängenden Tieflandregenwald der Tropen, nach Amazonien und dem Kongobecken (Zentralafrika). Auch mit Rückzugsgebieten für sensible Arten. Obwohl westlich der Wallace-Linie gelegen und somit klar der asiatischen Fauna zugehörig, vereint Malaysias Osten ein breites Potpourri natürlicher Höhepunkte. Zwei der fünf Welterbestätten Malaysias befinden sich in Sarawak.
Sarawak. Land der Nashornvögel.
Es gibt Ziele, an denen kein Weg vorbeiführt. Es gibt Orte, die einfach unwiderstehlich sind, hat die Wirkung erst einmal eingesetzt. Bezogen auf Malaysias flächenmäßig größten Bundesstaat (2,5 Mio. Einwohner / 124.450 km²), kommen da einige Dinge zusammen. Der Fluss durch die Hauptstadt Kuching gab den Namen, der Rhinozerosvogel (Buceros rhinoceros) machte Sarawak (Bumi Kenyalang) bekannt und wurde zum Wappenvogel. Auffällig der große, gebogene Schnabel. Die monogamen Vögel bevorzugen weitestgehend unberührten Wald (Primärwald) bis auf knapp 1.400 Meter Höhe. Sie spielen bei einigen ethnischen Volksgruppen eine wichtige religiöse Rolle. Überhaupt, in Sarawak leben zahlreiche indigene Minoritäten, deren Erstsprache nicht Malaiisch ist.
Abenteuer Natur. Zum Auftakt Kuching International Airport, die Uferpromenade (Waterfront), der Botanische Garten und das koloniale Zentrum, einst Residenz der „Weißen Rajahs“. Nur wenige Kilometer außerhalb im Semenggok und Matang Wildlife Centre sehen Orang Utans ihrer Rehabilitation und Auswilderung entgegen. Fit für die Wildnis.
Der kleinste und älteste Park Sarawaks, Bako Nationalpark (27 km²), ist nur per Boot zu erreichen. 1957 auf einer Halbinsel am Südchinesischen Meer gegründet. Durch sechzehn unterschiedliche Fußwege erschlossen. Kompakt und artenreich. Fünf Vegetationszonen. Orchideen und fleischfressende Kannenpflanzen. Bunte Tropenvögel. Seltene Wildtiere wie blattfressende Silberaffen, freche Makaken, Hirschferkel, Bartschweine, Warane und scheue Nasenaffen. Deren gurkenförmig verlängerte Nase ein echtes Kuriosum bedeutet.
Überschaubar groß zeigt Taman Negara Gunung Gading Nationalpark (43,6 km²) im äußersten Südwesten die typischen Merkmale tropischer Waldumgebungen, Tiefland- und Hügelregenwald. Dazu bildhübsche Wasserfälle und ein Netz von Wanderwegen. Auffällig die Rafflesia-Population. Die parasitäre Blütenpflanze, auch stinkende Leichenlilie genannt, ist die größte Blume der Welt. Ein Markenzeichen malaysischer Biodiversität.
Unterirdisch hat der Höhlenkomplex im Gunung Mulu Nationalpark (Welterbe) südlich von Miri wahrlich gigantische Ausmaße. Unter seiner riesigen Kalksteinkuppe (2.377 m NN) hätte die Londoner St. Pauls Cathedral bequem Platz. Spektakulär kurz vor Sonnenuntergang die Formationsflüge von zig-millionen Fledermäusen. Großartig die grüne Urlandschaft um und über dem Untergrundlabyrinth.
Niah Nationalpark (31,4 km²) westlich der Küstenstadt Miri (Welterbe) ist für seine uralten Wohn- und Begräbnishöhlen bekannt. Eine Anzahl voluminöser Kammern mit sehr hohen Decken, ungefähr einen Kilometer lang. Archäologische und paläoanthropologische Funde lassen vermuten, dass sich hier schon vor 40.000 Jahren anatomisch moderne Menschen aufgehalten haben. Leitern und Stricke an den hoch aufragenden Wänden deuten auf eine wagemutige und umstrittene Praxis hin, die Ernte der Salanganen-Vogelnester. Die kleinen Segler brüten in großen Kolonien bevorzugt in dunklen Gewölben. Sie benutzen Speichel zum Aufbau ihrer fast weißen, wie Wasserglas aussehenden Nester. Aber auch schwarze Nester, die neben Speichel hauptsächlich aus Federn bestehen, gelten als Delikatesse. Die wichtigste Zutat der begehrten Schwalbennestersuppe. Ihre kulinarische Beliebtheit führte zu entsprechenden Schutzmaßnahmen zum Erhalt der Individuenzahl.
Ein künstlicher See, umgeben von einem ausgedehnten Regenwald. Taman Negara Batang Ai Nationalpark (24 km²) entstand 1991 durch den Bau eines Wasserkraftwerks in Lubok Antu 250 Kilometer östlich von Kuching. Zugang nur mit dem Boot. Orang Utans, Gibbons und Nashornvögel profitieren von der friedvollen Atmosphäre. In der Nachbarschaft leben die Iban seit jeher in ihren traditionellen Langhäusern, eine Bauweise, die den Gegebenheiten im Wald am besten entspricht. Aus Holz gebaut und meistens auf Stelzen errichtet, einem öffentlichen Bereich auf der einen und privaten Wohnräumen auf der anderen Seite. Da können schon leicht zwei Reisewochen zusammenkommen. Individuell oder in kleiner Gruppe. Also dann: „Selamat Datang“ – Willkommen in Sarawak.
Sabah. Land unter dem Wind.
Idyllische Tropennatur, intakte Korallenriffe und unberührter Regenwald. Das Schöne daran, die Klischees stimmen. Sabah bedeutet „Erwachen, Frühe“, symbolisch den täglichen Neuanfang. Seine Lage an Borneos nördlichster Spitze südlich des pazifischen Taifungürtels trug dem Bundesstaat (3,5 Mio. Einwohner / 73.619 km²) den Beinamen „Land unter dem Wind“ ein. Hier fanden die Seefahrer Schutz vor den Stürmen. Weithin sichtbar überragt der mächtige Mount Kinabalu (4.102 m NN) seine Umgebung und die Hauptstadt Kota Kinabalu an der Westküste (Welterbe). Rund um den Berg schützt der Nationalpark eine Flora von „herausragendem universellen Wert“: Feigen, Rhododendren, Orchideen, Farne und Kannenpflanzen. Wer mag, kann mit Führer vom Base Camp aus das Dach Borneos weit vor Sonnenaufgang zum Low’s Peak (4.095 m NN) besteigen. Bei klarem Wetter eine Herausforderung, die mit atemberaubenden Panoramen belohnt wird.
Sandakan (158.000 Einwohner), die zweitgrößte Stadt Sabahs an der Ostküste, diente ab den 1870-er Jahren als britischer Handelssitz. Weil Deutsche dort mehrere Warendepots unterhielten, hieß sie kurzzeitig auch „Kampung German“ (Deutsche Siedlung). Ein dunkles Kapitel im Zweiten Weltkrieg: Die Todesmärsche von Sandakan während der japanischen Besatzung, bei denen etwa 2.000 Briten und Australier starben.
Brachten Raubbau und Export von Tropenhölzern noch vor Jahren Millionen und Millionäre in die Stadt, setzen Hafen und Distrikt Sandakan zunehmend auf ökologische Schwerpunkte. Kreuzfahrtschiffe entdecken Sandakan. Das Hinterland entpuppt sich als Schaubühne erlesener Naturauftritte. Im Sepilok Orangutan Rehabilitation Centre (43 km²) üben verwaiste Orang Utans ihre Rückkehr in die Wildnis. Eine Erfolgsgeschichte, 1964 gegründet. Staunen erlaubt, berühren verboten. Beim Bornean Sun Bear Conservation Centre gleich nebenan drehen sich Forschung und Artenschutz um den extrem raren Malaienbär.
Sabahs größter Fluss Kinabatangan (560 km Länge) macht sich im Tiefland besonders breit. Eine Ansammlung von Auenwäldern, Altarmen (Oxbow Lakes), Mangrovensümpfen, Nipa-Palmen und mäandernden Flussschleifen. Zur Hälfte als „Kinabatangan Wildlife Sanctuary“ geschützt. Bootssafaris erschließen das Wasserreich und seine Bewohner. Neben Vögeln, Reptilien, Amphibien und Fischarten auch Orang Utans, die „Waldmenschen“ und die skurrilen „Proboscis“ Nasenaffen. Mit weißer Hose, Bierbauch und Riesennase wahre Unikate.
Die Nester der schwalbenähnlichen Salanganen in den Gomantong Höhlen werden auf 1,5 Millionen geschätzt. Hauptbestandteil der Schwalbennestersuppe, einer Delikatesse der malaiisch-chinesischen Küche. Die Zahl der Fledermäuse fällt ungefähr gleich hoch aus. Ein Besuch der beiden Haupthöhlen ist ganzjährig möglich. Geerntet werden darf zweimal im Jahr, vor der Eiablage direkt nach dem Nestbau, um die Bestände nicht zu gefährden. Für die lizensierten Sammler ein kühnes Unterfangen.
Ausschließlich tropischen Tieflandregenwald und äußerst gefährdete Wildtierarten schützt die Danum Valley Conservation Area (438 km²). Zur Prominenz unter den 120 Arten gehören Primaten und Großtiere wie der kleinwüchsige Asiatische Elefant, Bantengs, Malaienbär, Sunda-Nebelparder und verschiedene Maus-Hirsche (Kleinkantschile). Über 340 Vogelarten kommen vor. Dazu der Weltrekordhalter der Tropenwaldbäume, ein Gelber Merantibaum mit ehrwürdigen 100,8 Höhenmetern.
Schutz von Minoritäten führte 1984 auch zur Gründung des Tabin Wildreservats (1.200 km²) im Nordosten. Primär- und Sekundärwald reicht von der Küste bis auf 500 Meter. Borneo-Elefanten, Sunda-Ochsen (Bantengs), sieben von acht Primatenarten und der Sunda-Nebelparder, größter Räuber Borneos, sind hier zuhause.
Der nordöstlichen Küstenspitze vorgelagert erstreckt sich beiderseits der Seegrenze Malaysia und Philippinen seit 1997 ein Schutzgebiet für Meeresschildkröten. Die drei Inseln Sabahs, Turtle Islands National Park (Taman Pulau Penyu), sind wichtige Anlandungsplätze zweier vom Aussterben bedrohter Arten, die übers Jahr verteilt an den Sandstränden nachts ihre Eier ablegen. Brutstationen sichern das möglichst unbehelligte Ausschlüpfen der Jungtiere nach 50 bis 60 Tagen. Schwerpunktmäßig landen die weiblichen Grünen Meeresschildkröten (Chelonia mydas) zwischen Juli und Oktober, die Echten Karettschildkröten (Eretmochelys imbricata) zwischen Februar bis April. Jedes Tier legt 40 bis 200 Eier. Besucher sind auf der Insel Selingan gerne gesehen. Dieses Naturphänomen miterleben zu dürfen, ist wirklich ein außergewöhnliches Ereignis.
Jacques Y. Cousteau erklärte die Riffe und Atolle, die farbenprächtige Meeresfauna vor der Nordostküste von Sabah und im Sulu Archipel zu einem der besten Tauchgründe weltweit. Warnungen und Sicherheitshinweise für das Meeresgebiet raten jedoch deutlich von einer Reise ab. Das schließt Pulau Sipadan mit ein, unter Tauchenthusiasten ein Begriff. Mehr als eine Insel, eine Inselgruppe. Rund 35 Kilometer vor Sabahs Ostküste. Meeresschutzgebiet seit 2004 von enormem maritimem Reichtum. Limitierter Zugang nur bei Tageslicht.
Insgesamt aber eine breite Palette ungewöhnlicher Naturreiseziele. Zwei Aufenthaltswochen für Sabah sind durchaus angemessen. Individuell oder in kleiner Gruppe. Es trifft schon zu, Sabah und Sarawak als „Seele von Borneo“ zu bezeichnen. Als Inbegriff eines tropischen Naturereignisses, das in Südostasien seinesgleichen sucht.
Asiens Gewässer
Dschungel und Eis.
Kein Widerspruch in Indochina, Südostasien und Fernost. Ziel und Reiseart entscheiden. Wobei Expeditions- und Kreuzfahrten gerade auf Flüssen und entlang der Küsten von Vorteil sind. Können manche Gegenden doch nur an Bord eines Schiffes angesteuert werden. Entlegene Seestraßen, wenig bekannte Wasserwege, selten aufgesuchte Ströme. Abenteuerliche, geheimnisvolle, auch romantische Zutaten inbegriffen. Dicht getaktet unterwegs oder mit dem Luxus der Langsamkeit. Kurs Asien. Von den Tropen bis an die Ränder des Nordmeeres. Schneegipfel, Mandschurenkraniche und Braunbären auf Hokkaido, nördlichste Hauptinsel Japans. Regenwälder, Orang-Utans und Irrawaddy-Delphine im malaiischen Archipel. Indiens heilige Flüsse, Ganges und Brahmaputra. Teakwälder, Bambushaine und Buddha-Statuen in Laos. Mutter Mekong, das breit gefächerte, wundersame Delta. Stoff für viele Reisen. Unterwegs mit kleinen Schiffen. Oft ein Stück näher dran. Große Erlebnisse. Jenseits bekannter Horizonte.
Wichtiges und Wissenswertes Auf einen Blick
Der nahe Äquator beschert Malaysia / Borneo ein ganzjährig tropisches Klima mit konstant hohen Temperaturen von tagsüber 27° C bis 32° C und nachts um die 25° C. Die relative Luftfeuchtigkeit erreicht durchgängig 85 bis 95 Prozent. Borneo liegt in den Inneren Tropen zwischen dem 6. Breitengrad nördlicher und 3. Breitengrad südlicher Breite. Vorteilhafteste Reisezeit ist die Trockenzeit von März/April bis September. Auch dann kann es zu kräftigen Regenfällen kommen. Die Hauptregenzeit fällt in die Monate Oktober/November bis März. Im Westmalaysia bringt der Nordostmonsun Oktober bis Februar/März Stürme und wolkenbruchartige Schauer an der Ostküste; zeitgleich wartet die Westküste mit lauen Winden und blauem Himmel auf. April bis September bringt der Südwestmonsun im Westen Regen und trockene Bedingungen im Osten. Die Insel Langkawi kann bis auf Juli/August ganzjährig bereist werden, Penang am besten von November bis Juni.
Zur Einreise benötigen deutsche Staatsangehörige einen unbeschädigten Reisepass mit sechs Monaten Mindestgültigkeitsdauer über das Reiseende hinaus und freien Passseiten. Kein Visum erforderlich bei einer Verweildauer unter drei Monaten, wohl aber innerhalb von drei Tagen vor der Einreise eine elektronische Anmeldung per Malaysia Digital Arrival Card (MDAC). Bei der Passkontrolle muss in der Regel die Bordkarte vorgelegt werden, eventuell auch das Rück-/Weiterflugticket und ein Unterkunftsnachweis. Auf den Einreisestempel im Pass achten!
Bei Einreise in die ostmalaysischen Bundesstaaten Sarawak und Sabah wird vor Ort eine separate Aufenthaltsgenehmigung erteilt, die in der Regel 90 Tage Gültigkeit besitzt. Auch hier unbedingt auf den Stempel im Pass achten.
Im Rahmen der Datenerfassung werden bei der Einreise generell auch Fingerabdrücke von beiden Zeigefingern erhoben. Bei Direkteinreise sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Malaria-Prophylaxe saisonal/regional angebracht. Übliche Grundimmunisierung sollte stets vorhanden sein. Auf den Straßen herrscht Linksverkehr. Landesweit sind 140 Sprachen und Idiome verbreitet. Englisch nimmt aufgrund der britischen Kolonialzeit eine Sonderrolle ein und dient neben der Amtssprache Malaysisch (Bahasa Malaysia) als Zweitsprache. Auch Chinesisch und Hindu werden viel gesprochen, auf Borneo die indigenen Sprachen der Iban und Kadazan. Malaysia verfügt über ein dichtes Inlandflugnetz; Kuala Lumpur International Airport (Code: KUL) dient als Drehkreuz der nationalen Fluglinie Malaysia Airlines.

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